EMS-Training erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch gibt es auch Möglichkeiten einer Bezuschussung durch die Krankenkassen? Hier alles Wissenswerte zum Thema EMS und wie es mit möglichen Kostenerstattungen dafür aussieht.
Was bringt EMS Training? Wie oft pro Woche sollte man es tun? Wie kann man mit EMS Muskeln aufbauen? Es gibt viele Fragen zur Methode, mit Elektromyostimulation (EMS) zu trainieren. Glücklicherweise gibt es viele Informationen darüber im Netz. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Kostenerstattung von Krankenkassen für die Trainingsform Elektromyostimulation und auf die Fragen: Wie sieht es aus mit der Kostenerstattung von Krankenkassen für ein EMS Training? Wie kann man mit einem Zuschuss von Krankenkassen für EMS Training eventuell Kosten sparen?
Was du gleich erfahren wirst:
Bedingt ja. Wenn der verantwortliche Arzt der Meinung ist, dass das Training mit Strom für seinen Patienten sinnvoll ist, kann er ein grünes Rezept für EMS Training ausstellen. Dies können sowohl privat als auch gesetzlich Versicherte erhalten. Nach der Behandlung durch einen qualifizierten Trainer oder Therapeuten für EMS kann man dieses dann mit der Rechnung bei seiner Krankenkasse einreichen. Diese erstattet dann einen Teil oder die Gesamtsumme zurück.
Die Möglichkeit, dass die Ärzte auf EMS-Training als Behandlungsmethode zurückgreifen, wächst. In der Physiotherapie wird die EMS Methode in Form der TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) bereits seit den 70ger Jahren zur Schmerzlinderung eingesetzt. Immer mehr Therapeuten wenden sich der EMS zu.
Gleichzeitig steigt die Zahl der positiven wissenschaftlichen Untersuchungen zu EMS. Studien der letzten Jahre zeigten, dass EMS Reizstromtherapie Senioren helfen, den Muskelschwund sowie Sarkopenie auszubremsen (1). Auch bei unspezifischen Rückenschmerzen (2), bei der Rehabilitation und bei Patienten in intensiver Chemotherapie wurden positive Ergebnisse gemessen (3).
Das grundsätzliche Problem, ob EMS-Training von den Krankenkassen als therapeutische Maßnahme anerkannt wird, besteht in der Art der Anwendung. Grundbedingung ist, dass das EMS Training von qualifiziertem Personal angeboten wird. So betonte zum Beispiel Professor Dr. Dirk Fritzsche, Chefarzt der Herzchirurgie am Sand-Herzzentrum in Cottbus, in einem Interview mit der Zeitschrift für Physiotherapeuten die immense Wichtigkeit von fachkundiger Einweisung und Schulung durch Fachpersonal beim Einsatz von EMS-Training ebenso wie Dr. Heinz Kleinöder vom Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik der Deutschen Sporthochschule in Köln: "Das Personal muss qualifiziert sein. Die Reizkonstellation ist auf das Alter und Leistungsvermögen abzustimmen."
Laut einer Recherche der Zeitschrift für Physiotherapeuten aus dem Jahr 2022 zeigte die Praxis, dass das EMS Training, sofern es an medizinischen und nicht fitnesstechnischen Geräten durchgeführt wird, in den meisten Fällen für Privatpatienten voll von der Krankenkasse abrechenbar sei, sofern es ein Rezept dafür gibt. Für die gesetzlichen Krankenkasse würde gelten, dass sie EMS Trainings an medizinischen Geräten bezuschussen, wenn der Anwender Physiotherapeut ist, ein Arzt die Empfehlung für EMS ausgesprochen und ein Rezept ausgestellt hat.
Sollte ein Anbieter des EMS-Trainings eine Zertifizierung nach Paragraph 20 der Zentralen Prüfstelle vorweisen können, besteht ebenfalls die Chance, dass die Krankenkasse das Training bezuschusst. Krankenkassen wie zum Beispiel die IKK Südwest bezuschussen unter gewissen Voraussetzungen "private Gesundheitsleistungen" - unter anderem eine "Eigenleistung zur Gesundheitsvorsorge in Fitnessstudios". Wenn EMS Training darunter fällt, könnte dies also mit bezuschusst werden. Andere wie die Bergische Krankenkasse binden eine finanzielle Unterstützung streng an die Zertifizierung der Zentralen Prüfstelle.
Um herauszufinden, ob ein Trainer, ein Studio oder eine Praxis von der zentralen Prüfstelle zertifiziert ist, empfiehlt sich ein Blick auf die Website. Steht dort das Prüfsiegel oder der Hinweis, dass das EMS-Angebot nach Paragraph 20 zertifiziert sei, dann wird ein Teil oder sogar die Gesamtsumme von der Krankenkasse erstattet.
Darüber gibt es keine einheitliche Regelung. Der Erstattungssatz variiert von Krankenkasse und Krankenkasse. Von 50 Euro im Rahmen des Bonusprogramms bis hin zu 240 Euro ist fast alles dabei. Jede hat ihre eigenen Vorgaben, in der individuell die Höhe der Bezuschussung geregelt wird. Die Infos darüber finden sich entweder auf den Websites der jeweiligen Krankenkasse oder telefonisch.
Einige gesetzliche Krankenkassen bezuschussen das EMS-Training, wenn gewisse Bedingungen eingehalten werden. Als alternative Methode, um Kosten für das EMS-Training zu sparen, dienen die Bonus-Angebote mancher Krankenkassen. Sie dienen dem Zweck, die Versicherten zu mehr Bewegung und damit mehr gesundheitliche Vorsorge zu motivieren. Dazu gehören teils auch Punkte oder Bonuszahlungen für eine Mitgliedschaft in Fitnessstudios oder die Teilnahme an Sport- oder Gesundheitskursen.
Wie Punktevergabe oder Bonuszuschüsse funktionieren und wieviel man davon finanziell profitiert, ist auch von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich. Auch hier hilft es, sich bei seinem Anbieter zu informieren. In einigen Fällen findet man so vielleicht eine indirekte Möglichkeit, sich einen Zuschuss für sein EMS-Training auch ohne Rezept zu organisieren.
Egal, ob mit oder ohne zusätzliche Finanzierung: EMS-Training stellt eine absolut sinnvolle Ergänzung zum klassischen Krafttraining dar. Vor allem, wenn wenig Zeit für ein Work-Out zur Verfügung steht, ist es perfekt.
Zudem haben die Studien gezeigt, dass ein dynamisches Training unter Strom noch deutlich bessere Ergebnisse erzielen kann. Einige Personal Trainer arbeiten schon mit Systemen, die dies sehr gut ermöglichen. Auch in meiner Personal Trainings Lounge biete ich diese Möglichkeit an.
....................................
Quellen:
1: Weißenfels, Anja. "Wirkeffekte der alternativen Trainingstechnologie Ganzkörper-Elektromyostimulation (WB-EMS) auf chronisch unspezifische Rückenschmerzen", Diss. Dissertation, Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 2020.
2: Koch, Bettina. "Rückenschmerzlinderung durch ein spezielles EMS Rückentraining: Studie inklusive Anleitung und Übungskatalog", Diplomica Verlag, 2015.
3: Klostermann, Anna Soraya. "Einfluss der Elektromyostimulation auf die physische und psychische Verfassung von Patienten, die mit intensiver Chemotherapie behandelt werden", 2020.
Diesen Artikel über „EMS Training & Krankenkassen“ hat Eric Wehner geschrieben – Personal Trainer aus Dresden.
Warum Kunden gerne mit Eric trainieren
Viele loben Erics präzise Anamnese und seine Fähigkeit Trainingspläne individuell anzupassen. Häufig wird betont, dass er fordernd aber nie überfordernd trainiert und dabei Geduld sowie Einfühlungsvermögen zeigt. Einige berichten von schnellen Fortschritten wie mehr Energie weniger Nacken‑ und Schulterschmerzen verbesserter Körperspannung und nachhaltigem Gewichtsverlust. Mehrere heben Erics Flexibilität und Praxisnähe hervor.
Eric Wehner wusste früh, dass Disziplin und Struktur nicht im Widerspruch zu Leichtigkeit stehen müssen. Nach seinem Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und mehreren Jahren als Studioleiter in Dresden hat er erkannt: Wer viel Verantwortung trägt, braucht ein Training, das genauso klar, effizient und zielgerichtet ist wie sein Alltag. Heute unterstützt er als Personal Trainer Berufstätige und Führungskräfte dabei, körperlich fit und mental ausgeglichen zu bleiben – mit System, Verstand und Leidenschaft... mehr über den Trainer
Schon mal Personal Training probiert?