Der Mensch bewegt sich nicht mehr wie früher. Das hat auch Auswirkungen auf unser Gehirn. Deshalb ist sportliche Aktivität ein wichtiger Schlüssel, um auch im Kopf fit zu bleiben, Stress besser zu bewältigen, leichter zu lernen, sich besser zu konzentrieren und gelassener zu werden. Was im Gehirn passiert und welches die besten Übungen für Neurofitness bzw. Gehirntraining sind, erfährst du hier.
"Mens sana in corpore sano" - ein gesunder Geist in einem gesunden Körper - ist seit den alten Römern ein bekanntes Sprichwort. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Bewegungsprogramme Gehirnareale so ansprechen, dass sich neue Nervenbahnen bilden. Dies ist eine Voraussetzung für ein leistungsfähiges Gehirn bis ins hohe Alter. Dies zu realisieren, hat sich die Neurofitness zur Aufgabe gemacht.
Was du gleich erfahren wirst:
Unser Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Neuronen und jedes Neuron hat 10.000 Verbindungen – die sogenannten Synapsen – zu anderen Neuronen. Diese Vielzahl von Verschaltungen verleiht unserem Gehirn eine schier unendliche Leistungsfähigkeit. Menschen mit gigantischen Gedächtnisleistungen – die sogenannten Savants – geben hiervon einen gewissen Eindruck.
Damit die Verbindung zwischen den Neuronen überhaupt funktioniert, sind Neurotransmitter notwendig. Dies sind Botenstoffe, die Informationen zwischen den einzelnen Nervenzellen übertragen. Die für unser Befinden wichtigsten Neurotransmitter sind Serotonin und Dopamin. Serotonin sorgt für eine ausgeglichene seelische Verfassung, Dopamin macht uns leistungsbereit und aktiviert unser Belohnungssystem.
Früher hielt man die Möglichkeit der Neurogenese, also das Wachsen neuer Neuronen im zentralen Nervensystem, für völlig absurd. In der Hirnforschung gilt es jedoch mittlerweile als sicher, dass Tag für Tag im Hippocampus eines Erwachsenen einige tausend Nervenzellen neu entstehen. Es wird angenommen, dass eine Zu- oder Abnahme der Zellneubildung in dieser Region verantwortlich ist für die Fähigkeit, Neues zu lernen.
Wichtig für eine gute emotionale Verfassung sind zwei Regionen unseres Gehirns: die Amygdala und der Hippocampus. Erstere ist unsere innere Alarmglocke. Sie schlägt in sämtlichen Situationen an, damit sich unser Körper blitzartig leistungsbereit macht.
Aufgabe des Hippocampus ist, sofort zu überprüfen, ob eine tatsächliche Gefahr für Leib und Leben vorliegt oder ob es ein Fehlalarm ist und Entwarnung gegeben werden kann. Es ist leicht auszumalen, welche Folgen ein schlecht funktionierender Hippocampus hat: Der betroffene Mensch lebt in permanenter Angst und sein Körper läuft unnötigerweise auf Hochtouren.
Hormone sorgen für die Regulierung von Körperfunktionen. Cortisol spielt dabei eine wichtige Rolle. Es reguliert unser Immunsystem und macht uns in Stresssituationen leistungsfähiger. Was aber passiert bei Dauerstress? Dann erbringt unser Immunsystem nicht mehr seine optimale Leistung, was die Anfälligkeit für Krankheiten erhöht, und unser Körper läuft dauerhaft auf schädlichen Hochtouren.Außerdem schädigt Cortisol den Hippocampus. Die Folge: Der Betroffene wird ängstlicher und langfristig unter Umständen depressiv.
Die Wirkung eines anderen Hormons, dem Oxytocin, ist erst seit kurzem bekannt. Oxytocin ist der Gegenspieler des Cortisols. Dies bedeutet, dass ein guter Teil der schädlichen Wirkungen des Cortisols durch Oxytocin neutralisiert wird.
Dieses Hormon entsteht immer dann, wenn wir uns in angenehmer und freudvoller Gesellschaft befinden und uns zum Beispiel Bewegungsformen Spaß und Freude bereiten, wie bei der Gehirnfitness. Zu den vielen positiven Effekten des Oxytocins zählt insbesondere, dass es einen beruhigenden Einfluss auf die Amygdala ausübt, was wiederum bewirkt, dass der Mensch gelassener und angemessener auf angstauslösende Situationen reagiert.
Verschiedene Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Neubildung von Nervenzellen eine entscheidende Bedeutung für das Lernen spielt. Durch die Produktion von funktionstüchtigen Neuronen können Lerninhalte besser gespeichert werden.
Dieser Prozess scheint nur dann zu funktionieren, wenn man Lernreize und körperliche Betätigung kombiniert. Studien zeigen, dass neue Nervenzellen leichter zu erregen sind als alte. Bleiben Anregungen aus, geht ein Teil der neuen Nervenzellen wieder zugrunde.
Sport hilft nicht nur beim Stressabbau, es fördert auch die Fitness für das Gehirn. Bewegung kurbelt die Durchblutung im Gehirn an, die Konzentration der Botenstoffe verändert sich und Wachstumsindikatoren werden ausgeschüttet. Diese fördern die Entstehung neuer Verknüpfungen im Gehirn und stabilisieren die Denkleistung – auch im Alter.
Studien mit sportmedizinisch tätigen Menschen haben gezeigt, dass Sport die Nervenzellen im Hippocampus wachsen lässt, dem neurologischen Lernzentrum. Was wir uns merken wollen, wird hier verarbeitet. Besonders wenn wir älter werden, nehmen Bewegung und Gehirntraining daher auch hier einen immer wichtigeren Stellenwert ein.
Regelmäßige körperliche Tätigkeit hilft, das Erinnerungs- und Lernvermögen zu verbessern, sprich langfristig geistig fit zu sein. Vor allem Koordinations- und Ausdauertraining haben sich bewährt.
Überkreuzbewegungen
Stell dich aufrecht hin. Lege die rechte Hand auf das linke Knie (Knie dabei anheben) und gleichzeitig die linke Hand an das rechte Ohrläppchen. Danach die Seiten wechseln. Die Übung kann variiert werden, indem man die Hand, die nicht aufs Knie gelegt wird außer an das Ohrläppchen auch auf die gegenüberliegende Schulter oder auf den Kopf legt. Mehrmals wiederholen.
Ballwerfen mit Armen überkreuzen
In beide Hände einen Ball nehmen. Beide Bälle gerade hochwerfen und solange sie in der Luft sind, die Arme überkreuzen. Danach die Bälle wieder fangen. Im Anschluss wieder die Bälle hochwerfen und in die Ausgangsposition der Arme zurückkehren. Übungsabfolge mehrmals wiederholen.
Ball unter dem Bein durchwerfen
Linke Hand wirft den Ball unter dem rechten Bein durch und fängt diesen mit der rechten Hand. Danach wirft die rechte Hand den Ball unter dem linken Bein durch und fängt diesen mit der linken Hand. Übungsabfolge mehrmals wiederholen.
Ball hinter dem Rücken werfen
Linke Hand wirft einen Ball hinter dem Rücken über die rechte Schulter in die rechte Hand. Danach wirft die rechte Hand hinter dem Rücken über die linke Schulter in die linke Hand. Übungsabfolgen mehrmals wiederholen.
Liniensprünge
Lege eine Schnur auf den Boden oder führe die Übung irgendwo aus, wo eine Linie auf dem Boden sichtlich ist. Stelle dich links neben eine Linie und spring auf die rechte Seite. Auf der rechten Seite mit dem linken Bein aufkommen. Im Anschluss springst du mit dem linken Bein auf die linke Seite und landest mit dem rechten Bein. Übungsabfolge mehrmals wiederholen.
Paar-Übung
Der linke Arm macht eine kontinuierliche Kreisbewegung nach vorne. Die rechte Hand fängt den Ball und wirft Ihn diesen mit einer Rückwärtsbewegung wieder zurück. Übungsabfolgen gerne mehrmals wiederholen.
Diesen Artikel über „Neurofitness“ hat Stephan Müller geschrieben – Personal Trainer aus Offenbach.
Warum Kunden gerne mit Stephan trainieren
Kunden loben Stephans Ernährungsberatung, die sowohl Wettkampfleistungen als auch Regeneration verbessert. Viele berichten von einem gesteigerten Wohlbefinden durch seine einfühlsame Analyse und maßgeschneiderte Pläne. Auch gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck und Neurodermitis wurden dank seiner fundierten Tipps positiv beeinflusst. Einige Kunden fanden neue Ansätze zur Ernährung, selbst bei vorheriger Erfahrung.
Als erfahrener Sportlehrer und Personal Trainer, der Weltmeister und Olympiasieger betreut, bringt Stephan Müller nun seine Expertise in den Alltag von Unternehmern. Seine Methoden, entwickelt für Spitzensportler, sind maßgeschneidert für die Anforderungen im Geschäftsleben. Bekannt aus Funk und Fernsehen und ebenso für seinen Optimismus und Humor, ist es seine Leidenschaft, Menschen auf ihrem Weg zum persönlichen und geschäftlichen Erfolg zu begleiten.... mehr über den Trainer
Schon mal Personal Training probiert?