Zwei Personen beim Schlingentraining im Fitnessstudio lächeln, während sie auf einer grünen Matte Übungen ausführen, die Kraft und Balance fördern.

Schlingentraining und Co. Was hinter Functional Training steckt

Let it Swing! Weshalb Sie mal in den Seilen hängen sollten. Oder einfach mal ne ruhige Kugel schieben: Was hinter Ganzkörpertraining steckt.

RundhantelnSprungboxen und instabile Unterlagen dort wo sich vor ein paar Jahrzehnten noch unzählige Gewichtsscheiben auf nicht selten angerosteten Langhantelstangen türmten, findet der Fitnessstudiobesucher heute eine Vielfalt neuer Möglichkeiten des Krafttrainings vor. Schauen wir uns doch mal die neuen Stars im Gym an – was können diese Geräte und Tools besser?

Schlingentraining: ran an die Sling!

Neuester Trend: Von der Decke baumeln Zugseile, so genannte Slingtrainer, die eben mal ein gesamtes Übungsspektrum herkömmlicher Kraftgeräte abdecken und – so ganz nebenbei – die Rumpfmuskulatur bei jeder Übung gleich mitkräftigen.

Kettlebell Training: Kugeln stoßen?

Nein, es ist nicht wirklich das neue Kugelstoßen: Während sich einige Sporttreibende noch die Frage stellen, wieso es Gewichte nun auch in Form einer Kugel gibt, sieht man die ersten Mitglieder bereits mit diesen sogenannten Kettlebells trainieren. Früher war das Kettlebelltraining vor allem russischen Spezialeinheiten vorbehalten. Heute sieht man selbst Frau Müller aus dem Blumenladen an der Kugel: Munter schwingt sie die Kettlebell durch ihre Beine, setzt sie dann auf die Brust, um sie letztendlich aus den Schultern heraus über ihren Kopf zu drücken. Nicht schlecht, Frau Müller!

Während die ersten Versuche an der Kettlebell einige blaue Flecken an den Unterarmen des Trainierenden garantieren, lässt sich nach einigen Wochen an der Kugel eine interessante Feststellung treffen: Frau Müller bewegt sich besser! Während der Ablauf anfangs fast wirkte, als wären sich die einzelnen Körperpartien untereinander gänzlich unbekannt, wirkt die Bewegung für den Beobachter nun wie viel fließender!

Effekte vom Functional Training 

Der Grund für die fließenden Bewegungen ist, dass das Zusammenspiel der Muskeln untereinander im Functional Training auf hohem Niveau gefordert wird. So erlangt der Trainierende eine Fähigkeit zurück, die viele von uns seit dem Ende unserer Jugend vermissen: die Koordinationsfähigkeit.

Diese Fähigkeit wird vom Maschinentraining oft vernachlässigt. Geführte Bewegungen gegen einen ausreichend hohen Widerstand versprechen zwar kräftige Muskeln, aber das ist eben nur die halbe Miete: Eine hohe Bewegungskompetenz sollte doch eigentlich die Basis für die dadurch aufgebaute Kraft sein. Wann haben Sie das letzte Mal ein Haus gebaut und mit dem Dachstuhl statt dem Fundament begonnen?

Functional Training: perfekt für Alltagsanforderungen

Functional Training bedeutet, die Übungenen stärker an den alltäglichen- oder sportartspezifischen Anforderungen des Lebens auszurichten. Der Fokus liegt im funktionellen Training daher auf ganzen Bewegungsmustern statt auf der isolierten Kräftigung einzelner Muskelpartien. Häufig wird dabei auf funktionelles Kleinequipment als Trainingsgerät zurückgegriffen.

Für den Trainierenden ergibt sich der Vorteil, dass er die im Fitnessstudio erworbene Kraft auch optimal in seinem Alltag nutzen kann. Während sich das Maschinentraining zwar eignet um die einzelnen Muskeln des Körpers ausreichend zu kräftigen, wird in den wenigsten Fällen auch das Zusammenspiel der einzelnen Muskeln untereinander optimiert.

In der Reha ein Renner

Durch die höheren Stabilitätsanforderungen, die oftmals mit den Übungen des Functional Trainings einhergehen, werden die tieferliegende Rumpfmuskulatur sowie eine Vielzahl von gelenksstabilisierenden Muskeln gleich mitgefordert.

Der Trainierende lernt, seinen Körper in verschiedenen Lagen und Bewegungsebenen zu stabilisieren. Dies macht das Functional Training nicht nur für leistungsambitionierte und figurbezogene Sportler, sondern ebenfalls für gesundheitsorientierte Sportsfreunde interessant. So ergeben sich gleichzeitig neue Trainingsmöglichkeiten für Menschen mit Rückenproblemen oder sonstigen Defiziten des Bewegungsapparates. Functional Training wird daher heute verstärkt in den Bereichen Prävention und Rehabilitation eingesetzt.

Echtes Allround-Training

Die vielfältigen Übungen im Funktional Training machen die Trainingseinheit effektiv, fordernd und interessant. Meist zeichnen sich die Trainingseinheiten dadurch aus, dass parallel mehrere Komponenten der körperlichen Leistungsfähigkeit gleichzeitig trainiert werden. So können mit Hilfe eines funktionellen Trainings die Eigenschaften Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination gleichzeitig in nur einer Einheit verbessert werden.

Ein von den Fitnessketten bislang meist übersehener potentieller Kunde rückt mit der Einführung funktioneller Trainingsmöglichkeiten ebenfalls verstärkt in den Fokus der Studios. Es handelt sich hierbei um den Sportler: Egal ob leistungsambitionierter Spitzenathlet oder Hobbyfußballer der Kreisliga B, beide haben die Möglichkeit ihr sportspezifisches Training durch ein funktionelles Krafttraining im Studio zu bereichern. Neben einem verringerten Verletzungsrisiko, lässt sich mit Hilfe eine funktionellen Trainings ein entscheidender Leistungsvorsprung im Wettkampf erzielen.

Dieser Vorteil könnte schon bald die Sportvereine auf den Plan rufen, welche keinen eigenen Kraftraum besitzen. Kooperationen mit Anbietern des funktionellen Trainings sind durchaus denkbar.

Trendsport: Wie neu ist Functional Training?

Doch ist die Idee des Functional Trainings damit wirklich so revolutionär wie sie scheint? Schon als der gute Arnold noch auf der Bühne stand, trainierten parallel viele tausend Menschen auf Trimm-Dich-Pfaden oder übten sich in ähnlichen Bewegungsformen. Auch darf man nicht verschweigen, dass einige aus dem Bodybuilding bekannte Übungen nach heutigen Maßstäben durchaus als funktionell angesehen werden dürfen. Das Functional Training ist damit lediglich die Wiederentdeckung einer Sache, die im Zuge des Gerätewahns der Fitness-Industrie irgendwann einmal verloren ging: natürliche Bewegung.

"Funktionell" – was bedeutet das?

Auch wird der Begriff des funktionellen Trainings inzwischen gerne inflationär für jede Übung verwendet, die eine instabile Unterlage verwendet und möglichst hohe koordinative Anforderungen an den Trainierenden stellt. Dabei geht der Alltagsbezug oft gänzlich verloren, es sei denn es handelt sich beim Trainierenden um einen Zirkusartisten. Wo also die Einstufung einer Übung als "funktionell" anfängt und wo sie wieder aufhört, das muss im Einzelfall individuell in Bezug auf den Trainierenden entschieden werden.

Personal Trainer: Effizienter trainieren

Empfehlenswert ist es deswegen, sich von einem kompetenten Trainer in der Planung und der Durchführung des Trainings begleiten zu lassen. Ein guter Trainer erkennt die Anforderungen, die spezifisch im Leben oder während der Ausführung einer Sportart an den Trainierenden gestellt werden. Er ist daraufhin in der Lage funktionelle Trainingsprogramme zu erstellen, welche genau diese Anforderungen treffen.

Ein Personal Trainer kann Ihnen helfen, eine optimales Training zu entwickeln. Er erstellt für Sie einen individuellen Plan, der optimal zu Ihren persönlichen Zielen, Voraussetzungen und Möglichkeiten passt. Was Sie so ein Personal Training kosten wird? Meist liegt die Höhe des Honorars pro Stunde zwischen 80 und 150 Euro. Wie oft Sie ihn buchen, hängt dann von Ihren Wünschen, dem Programm und dem zur Verfügung stehenden Budget ab.

Geräte für Functional Training 

Übrigens: Ein funktionelles Training lässt sich nicht nur mit den dutzenden an neuen Kleingeräten im Studio durchführen, auch die guten alten Hanteln und Kabelzüge bieten hier vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Functional Training stellt damit eine echte Alternative zum herkömmlichen Krafttraining an Maschinen dar. Aber auch als Ergänzung zum herkömmlichen Training sind die Übungen definitiv eine Bereicherung für jeden Trainingsplan.

Stefan Corsten - Personal Trainer Mönchengladbach

Stefan Corsten

Stefan Corsten, studierter Fitness Ökonom ist seit 2012 hauptberuflich rund um das Thema Figuroptimierung und Veränderung des Lebensstil tätig. Neben dem Training coacht er seine Klienten systemisch rund um die Themen Ernährung und Lebensstil. Er ist zweifacher Buchauthor, Ausbilder für Fitnesstrainer und war in der Athletikbetreuung der Fußballbundesliga tätig.

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