Es ist ein Traumberuf – sofern man damit erfolgreich seinen Lebensunterhalt verdient und über eine gute Ausbildung verfügt. Hier alle Details zum Thema: Wie werde ich professioneller Personal Trainer, was erwartet mich dabei und für wen ist dieser Beruf geeignet?
Es gibt viele Fitness-Enthusiasten, die sich als Trainer oder Fitness Coach anbieten. Wer jedoch wirklich hochwertige Dienste als Personal Trainer anbieten möchte, sollte auch über eine qualifizierte Ausbildung verfügen. Wie diese funktioniert, welche Gebiete der Beruf des Personal Trainers umfasst und wie man zu einem wirklich professionellen Personal Trainer wird und seinen Lebensunterhalt damit verdienen kann, steht in diesem Artikel – recherchiert, verfasst und geprüft von langjährig erfolgreichen Personal Trainern.
Was du gleich erfahren wirst:
Personal Trainer entwickeln mit ihren Kunden einen maßgeschneiderten Plan, um so effektiv wie möglich zu den gewünschten Zielen zu kommen. Die Strategie passt sich dabei so genau wie möglich an die Voraussetzungen, den Zustand und die Wünsche des Kunden an. Anhand dieser Infos wird ein persönlicher Plan erstellt. Während der Ausführung überprüft der Personal Trainer regelmäßig den Status Quo und passt den Plan entsprechend an bzw. entwickelt ihn zielgerecht weiter. Dabei arbeitet der Trainer entweder in direktem Kontakt mit den Kunden oder als Online Trainer.
Grundlage dieser Pläne und der Trainingsstrategien ist eine ausführliche Anamnese, die der Erstellung des Plans voraus geht. Viele Personal Trainer arbeiten in diesem Bereich zum Teil mit Ärzten zusammen. Oder aber sie schicken ihre Kunden zu einem Arzt, wenn sie der Ansicht sind, dass zunächst ein medizinischer Check nötig ist, um die Ziele des Kunden zu erreichen.
Nein, Personal Trainer ist bislang keine geschützte Berufsbezeichnung. In Deutschland gibt es rund 30 bis 40 Ausbildungsvarianten und -akademien für Personal Trainer. Eine Handvoll davon ist vom Bundesverband Personal Training e.V. (BPT) als Qualitätsmerkmal zertifiziert. Dies ermöglicht eine gute Orientierung innerhalb der verschiedenen Möglichkeiten. Gemeinsam mit PersonalFitness.de hat der Verband zudem einen Ehrenkodex für Personal Trainer erstellt.
Weil Personal Trainer formal ein ungeschützter Beruf ist, kann sich jeder so nennen. Aber: Der BPT e.V. und die größte deutschsprachige Plattform für Personal Trainer, PersonalFitness.de, stellen klare Anforderungen an Personal Trainer. Dies dient dazu, wirklich qualifizierte Personal Trainer aus der Masse der Fitnesstraining-Anbieter abzugrenzen. Beim Personal Training geht es um die Gesundheit der Kunden. Wer sich in die Hände eines zwar leidenschaftlichen Fitness-Fans begibt, der jedoch über keinerlei Grundkenntnisse der Trainings- und Bewegungslehre verfügt, gefährdet seine Gesundheit. So wie jeder Patient von einem Arzt erwartet, dass er Medizin studiert hat, sollte sich jeder, der mit einem PT trainiert, auf dessen fachkompetente Ausbildung verlassen können.
Die wichtigsten Voraussetzungen nach Vorgabe des BPT e.V. sowie PersonalFitness.de:
Der Titel Personal Trainer ist kein geschützter Begriff und es gibt keine standardisierte Voraussetzung, um Personal Trainer zu werden. Verschiedene Wege führen zum Ziel. Es gibt Ausbildungen von einer Woche bis zu einem Jahr. Welche man wählt, hängt auch ab von dem Themengebiet, auf das man sich später als Personal Trainer spezialisieren möchte. Allerdings sollte man mindestens einen Hauptschulabschluss haben.
Angehende Personal Trainer sollten schon mindestens 16 Jahre alt sein sowie mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Darüber hinaus ist natürlich körperliche Fitness und ein umfangreiches Fachwissen in allen Bereichen, in denen du als Personal Trainer tätig sein möchtest, Pflicht.
Da man als Personal Trainer sehr eng mit seinen Kunden zusammenarbeitet, sollte es selbstverständlich sein, dass man den Umgang und die Kommunikation mit Menschen mag. Wer zu introvertiert ist, sollte sich lieber in anderen Bereichen umsehen.
Zudem sind die Arbeitszeiten eines Personal Trainers nicht für jeden geeignet. Personal Coaching ist kein Nine-to-Five-Job. Oft können die Kunden erst nach ihrem Feierabend trainieren – oder sehr früh, bevor sie zur Arbeit gehen. Daher sollte es einen als Personal Trainer nicht abschrecken, auch zu ungewöhnlichen Zeiten bereit zu stehen. Gerne auch mal von sechs Uhr morgens bis neun Uhr abends.
Gleichzeitig ist eine regelmäßige Fortbildung quasi ein Muss für Personal Trainer. Auch dafür muss ein Personal Trainer offenstehen, sonst bleibt er stehen …
Jedem aktiven oder angehenden Personal Trainer sollten die Grundlagen der Selbstständigkeit geläufig sein. Dafür bietet die Industrie und Handelskammer (IHK) jeder Stadt regelmäßig kostenlose Schulungen an.
Ebenso wichtig ist es, die eigene unabhängige Beratungskompetenz zu bewahren und auf dieser Basis für jeden Kunden ein individuelles Trainingsangebot erstellen zu können. Dabei muss das Ziel des Kunden immer im Focus des Personal Trainers bleiben. Manche Trainer sind sehr athletisch und sportlich, aber nicht jeder Kunde will dasselbe für sich oder verfügt über die entsprechenden Voraussetzungen.
Gleichzeitig sollte man als Personal Trainer auch seine eigenen Grenzen anerkennen. Was heißt das praktisch? Gerade im Einsteigerbereich gibt es oft Trainer, die gern für alles zuständig wären: Experte für Ernährung, Sport, Orthopädie sein und am besten gleich noch den Psychotherapeuten ersetzen. Dies wäre nicht nur in höchstem Grade unsolide, sondern möglicherweise auch gefährlich für den Kunden.
Ebenfalls ein bewährtes Mittel: Sich ein gutes Netzwerk von Kollegen aufzubauen, die über andere Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen als man selbst, um bei Bedarf solide Weiterempfehlungen aussprechen zu können.
Die Fitnesstrainer Ausbildung kann ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt jedoch drei wichtige Aspekte, die allen Wegen gemeinsam ist:
1. Eine fundierte Grundausbildung
Das kann ein sportwissenschaftliches Studium, eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, oder ein anderes vergleichbares Studium sein. Auch eine Fitnesstrainer B Lizenz und/oder A Lizenz stellt eine gute Basis dar. Hier werden die anatomischen, medizinischen- und Trainingsgrundlagen vermittelt.
2. Berufliche Praxis sammeln
Ein guter Personaltrainer ist unserer Meinung und Erfahrung nach ein sehr erfahrener Trainer. Er kann z.B. erst durch die normale Trainertätigkeit im Studio, als Kurs- oder Flächentrainer, die Softskills ausbauen, die ihn später zu einem richtig guten Personaltrainer werden lassen, der dann auch sein Geld wert ist! Klingt vielleicht altmodisch … entspricht aber unseren Erfahrungen.
Es gibt zwar eine Menge Anbieter, die Komplettkurse von der B-zur A-Lizenz und dann zur Personaltrainer Lizenz innerhalb eines halben Jahres anbieten. So durchzustarten ist allerdings extrem fehleranfällig, da dafür häufig die Berufserfahrung fehlt.
Der Bundesverband Personal Training und wir von PersonalFitness empfehlen eine Berufspraxis von mindestens 300 Stunden, bevor man als Personaltrainer auftritt. Ganz ähnlich also wie bei den Yogalehrern. Dort ist das so festgelegt. Für alle, die selbstständig als Personal Trainer arbeiten, ist es eine dringende Empfehlung.
3. Eine Personaltrainerausbildung oder andere Spezialkurse
Hier werden entweder besondere Kenntnisse zur Arbeit als Selbstständiger, Geschäftsgründung, Selbstvermarktung, Kundenakquise, HandsOn, Ernährung, betriebswirtschaftliche Kenntnisse etc. vermittelt. Der Bundesverband Personal Training e.V. hat dafür geeignete Ausbildungen geprüft zertifiziert und empfiehlt diese auf seiner Website.
Darüberhinaus gibt es auch Spezial Workshops für Bereiche, auf die man sich vielleicht später spezialisieren möchte, wie z.B. Faszientraining, Kettlebell, Ernährung etc. Hier sollte eindeutig das eigene Interesse maßgeblich für die Entscheidung sein.
Da das Feld der Anbieter sehr bunt gemischt ist, empfiehlt es sich, in der Liste der vom Bundesverband Personal Trainer e.V. geprüften Institute eine Ausbildung zu machen. In diesem Fall kann man sicher sein, eine qualitativ hochwertig in diesen Beruf eingewiesen zu werden.
Die im vorigen Abschnitt erwähnte Grundausbildung kostet je nach Ausbildungsart und -dauer zwischen 2000 und 4000 Euro. Während der Zeit, in der man berufliche Praxis sammelt, verdient man ja bereits. Sprich: Bis auf die normalen Nebenkosten, die man unter Umständen für die Miete eines Studios oder das Equipment zahlt, fallen ja keine Kosten an.
Zusatzausbildungen oder andere Spezialkurse (wie ebenfalls bereits vorhin erwähnt, erfordern nach unseren Erfahrungen eine Investition von zwischen 1500 und 2000 Euro – je nach Anbieter.
Fazit: Insgesamt ist eine fundierte Ausbildung schon ab 3500 Euro möglich. Da für ein wirklich qualifiziertes Angebot auch die praktische Ausbildung unabdingbar ist, sollte man sich dafür mindestens 1,5 Jahre Zeit nehmen. Das ist meine Erfahrung als Gründer von PersonalFitness und 17 Jahre lang Ausbilder für Personal Trainer an der Meridian Academy in Hamburg. Denn: „Personaltrainer werden, ist erstmal wie eine leere Flasche kaufen. Nur du bestimmst was da rein soll und was auf dem Etikett steht, der Inhalt sollte aber sehr gut und auch etwas Zeit zum Reifen bekommen!“
Einerseits natürlich alle Grundlagen wie zum Beispiel Anamnese und Leistungsdiagnostik, Trainingsplanerstellung, Muskelaufbau, Krafttraining, etc. Zudem wird man in die Grundlagen für Marketing und BWL eingewiesen – schließlich arbeiten die meisten Personal Trainer selbständig und müssen sich daher auch um diese Bereiche eigenständig kümmern.
Zwei wichtige Institutionen beurteilen in Deutschland die Qualität zur Ausbildung der Personal Trainer: der Bundesverband Personal Training e.V. (BPT) und wir. Nach welchen Kriterien dies geschieht und was es darüber hinaus für Qualitätsmerkmale für die Personal Trainer Ausbildung gibt, erfährst du in unserem Artikel "Personal Trainer Ausbildung - Mit Qualität zum Erfolg".
Personal Trainer arbeiten an vielen Orten. Sehr viele begleiten ihre Kunden in deren eigenen vier Wänden oder beim Outdoor-Training. In diesem Fall gibt es also viele Variationen. Andere arbeiten als feste oder freie Trainer in einem Fitness- oder Sportstudio. Andere betreiben ein eigenes Studio. Man kann als Personal Trainer sein Know How also an vielen Locationes anbieten. Jeder nach seiner Wahl und Möglichkeiten.
Bei allen Variationen sollte man auf die Begleitumstände achten, bevor man sich dazu entschließt. So sollte zum Beispiel ein Personal Trainer, der 1:1 Training mit seinen Kunden zuhause oder an deren Wunschort macht, bei allen Preisberechnungen auch immer den Anfahrtsweg und den damit verbundenen Zeitaufwand mit einrechnen.
Auch dies variiert von der Art und Weise, wie man seine Dienstleistungen anbietet bis hin zum Ort, an dem man arbeitet. Sollte man seinen Stundensatz so berechnen, dass sämtliche mit den Tätigkeiten verbundene Unkosten gedeckt sind und der Gewinn übrig bleibt, den man monatlich benötigt.
Der Bundesverband Personal Trainer e.V. empfiehlt, mindestens 95 Euro pro Stunde zu verlangen. Allerdings ist der Markt in dieser Hinsicht sehr breit gefächert. Die Kosten für Personal Training variieren von 65 bis zu 180 Euro pro Stunde.
Wichtig ist, seine Dienstleistungen nicht zu einem zu niedrigen Preis anzubieten. Ein gut ausgebildeter Personal Trainer hat viel Zeit in seine Kompetenz investiert und es geht in den meisten Fällen um die physische (und damit verbundene psychische) Gesundheit der Kunden – ein wertvolles Gut.
Dem Kunden ist dabei auch deutlich zu machen, dass sich die Arbeit eines wirklich professionellen Personal Trainers nicht nur auf die gemeinsam verbrachten Übungsstunden beschränkt, sondern durch die Ausarbeitung der Pläne für Training und Ernährung, Tests und Controlling, zusätzliche Beratungsleistungen auf viel mehr erstreckt … was natürlich auch vergütet werden muss.
Personal Trainer in Anstellung müssen ebenfalls mit einer sehr breiten Gehaltsspanne rechnen. Laut verschiedenen Quellen bewegen sich diese bei einer Vollzeitanstellung zwischen 2.500 bis 2.700 Euro. Nach oben natürlich keine Grenzen. Je nachdem, wie qualifiziert man ist, wie gut man verhandelt und wie gut man sich verkauft.
Und natürlich ist die Lohnerwartung in einem sehr edlen Fitnessstudio höher als im Low-Budget-Bereich.
Auf jeden Fall sollte man sich dem Bundesverband Personal Training e.V. (BPT) anschließen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zu den Aufgaben des Verbandes gehört es, die Qualifikation des Berufsbildes so hoch wie möglich zu halten, um eine Verwässerung des Begriffs Personal Trainer zu vermeiden.
Um diese zu gewährleisten bietet der BPT kostenlose Rechtsberatung für Personal Trainer sowie regelmäßige Online-Weiterbildungsmaßnahmen an. Es gibt Coaching für Personal Trainer in den verschiedensten Bereichen – vom Check-Up des Webauftritts über Steuerberatung, Berufshaftpflicht bis hin zum Unternehmenscoaching für Personal Trainer und Mikrostudiobesitzer. Zudem bietet der BPT zwei bis dreimal im Jahr die Chance, sich eine TÜV-Zertifikation als Personal Trainer zu holen – ein wichtiger Faktor im Bereich Marketing, um potentielle Kunden von der Qualität der Dienstleistung zu überzeugen.
Zu den jährlichen Höhepunkten des Bundesverbandes Personal Training gehört die Jahresversammlung aller Mitglieder. Dort trifft sich das Who-is-Who der Experten auf den unterschiedlichsten Gebieten. Sie bieten bei der Veranstaltung neben den Networking-Möglichkeiten hochkarätige kostenlose Fachvorträge für die BPT-Mitglieder an.
Leider ist es nicht damit getan, eine Website ins Netz zu stellen und zu warten, bis jemand sie findet und man als Personal Trainer angeschrieben wird. Im schlimmsten Fall entdeckt gar niemand die Website. Neben der Offline-Werbung ist die Sichtbarkeit im Netz ein wichtiger Faktor, um in Kontakt mit Kunden zu kommen.
Daher gibt es verschiedene Plattformen, die dabei helfen und in die man als Personal Trainer aufgenommen werden kann, um seine Dienste breiter gestreut im Netz anbieten zu können. Allerdings sollte man bei der Auswahl sehr darauf achten, ob die Plattformen wirklich jeden als Personal Trainer aufnehmen oder eine Mindestqualifikation einfordern.
Leider gibt es sehr viele Plattformen, bei denen dies nicht der Fall ist. Das führt dazu, dass wirklich jeder, der Lust hat, dort seine Dienste als Personal Trainer anbieten kann. Die Folge: Der Qualitätsstandard und der Ruf der Branche gehen steil bergab. Dasselbe gilt für die Preise.
Meistens bieten schlecht oder gar nicht ausgebildete Personal Trainer, die noch nicht mal über eine Personal Trainer B Lizenz verfügen, ihre Dienste zu einem Schleuderpreis an. Führt das schlecht ausgeführte Training dann womöglich auch noch zu einem gesundheitlichen Schaden bei den Klienten ist der Ruf des Begriffs Personal Trainer leider völlig hin. Achtet also bitte darauf, wo ihr euren Dienst anbietet.
Auch hier gilt: jede Menge. Und auch hier gilt: Bitte achtet bei der Wahl der Anbieter auf gute Qualität und eine gute Beurteilung. Wichtig ist aber auf jeden Fall, sich regelmäßig weiterzubilden. Die Fitnessbranche entwickelt sich permanent weiter. Und ein guter Personal Trainer sollte immer auf dem neuesten Stand sein, um seinen Kunden einen hochwertigen Service anbieten zu können.
Cyrus, der "Profiler," erkannte schon früh die Kraft guter Geschichten. Nach 25 Jahren und über 1000 betreuten Trainern ist er heute dein Experte für Profilgestaltung und Selbstvermarktung. Er verantwortet das Qualitätsmanagement und die Freischaltung neuer Trainer. Offen, direkt und humorvoll liebt er es, mit dir deine beste Erfolgsgeschichte zu schreiben – spannend wie ein Krimi. Kontakt: [email protected]